May
2
2013

ZUM 15. TODESTAG VON GERULF PANNACH

RENFT

Er galt als wohl aufsässigster DDR-Rockdichter der siebziger Jahre wetterte er mit „Stinkwut über diesen Scheinsozialismus“ gegen die ostdeutsche Spießerwelt.
Gerulf Pannach verstarb am 3.Mai 1998 an Krebs, jedoch bleibt er durch seine Lieder unvergessen! 

Geboren am 24.Juni 1948 Arnsdorf bei Dresden.

Zwischen 1970 und 1971 war er Referent im Kabinett für Kulturarbeit der Stadt Leipzig und arbeitete mit der Klaus Renft Combo, kurz Renft, zusammen. Seit 1972 war er als freischaffender Künstler tätig.
Aufgrund seiner Texte folgten Auftrittsverbote bzw. befristete Spielerlaubnisse, und ihm wurde nur noch der Auftritt bei inoffiziellen Veranstaltungen gestattet.

Im November 1976 unterzeichnete er die Protesterklärung gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann.
Am 21. November 1976 wurde er auf dem Alexanderplatz in Berlin verhaftet. Zusammen mit Christian Kunert und Jürgen Fuchs, der schon zwei Tage zuvor verhaftet worden war, wurde Pannach in das zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen gebracht. Nach neun Monaten der Verhöre wurden alle drei Künstler im August 1977 ohne Prozess aus dem Gefängnis und der Staatsbürgerschaft der DDR entlassen und nach West-Berlin ausgewiesen.

Dort arbeitete er mit Christian Kunert zusammen und betätigte sich als Textautor und Schauspieler in Film und Theater. Nach der Wende konnte er am 2. Dezember 1989 gemeinsam mit anderen ausgewiesenen Künstlern erneut in der DDR auftreten.

Pannach_und_Kunert_klein

 

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